Die Wiener Ringstrasse

Dokumentationstrilogie zum 150-Jahr-Jubiläum

Die Wiener Ringstraße – einer der großen Boulevards der Welt – feiert Geburtstag. Vor 150 Jahren eröffnete Kaiser Franz die monumentale Prachtstraße rund um die Wiener Innenstadt, obwohl mit dem Bau des Prunk-Korsos noch gar nicht richtig begonnen worden war. Wo sich die habsburgische Reichs- und Residenzstadt einst mit wuchtigen Stadtmauern gegen den Ansturm feindlicher Heere schützte, sollte nun ein mondäner Boulevard entstehen: Wien wurde zur Weltstadt demoliert.

Heute gehören die Prachtbauten auf dem Ring längst zu jenen Wahrzeichen Wiens, die Jahr für Jahr Millionen Touristen in Österreichs Hauptstadt locken.

Ein Film von Günter Kaindlstorfer

Sprache  Mercedes Echerer

Kamera   Klaus Achter

Schnitt    Michael Ingram

Musik     Christof Unterberger

Koproduktion von ORF III, Wien Tourismus und Clever Contents
Gefördert aus Mitteln des rtr–Fernsehfonds 

3 Folgen á 52 Minuten

Erstausstrahlung in ORF III Kultur und Information (im Rahmen der Sendeleiste "Mythos Geschichte" und mit der zweitbesten Tagesreichweite für ORF III)

Zweitausstrahlung in 3 SAT (komplette Trilogie, mit einer Verdoppelung der üblichen Reichweite auf diesem Sendeplatz)

Kontakt
Clemens Kopetzky
+43 664 3258300
kopetzky@clevercontents.com

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"Wie Wien zur Weltstadt wurde" (1/3)

Dienstag, 24. Februar 2015, 21.20

ORF III Kultur und Information

Sie gehört zu den prachtvollsten Boulevards der Welt: die Wiener Ringstraße. Es war Kaiser Franz Joseph persönlich, der die neue Prunkallee 1865 in einem glamourösen Festakt eröffnete, obwohl die meisten Gebäude auf dem neuen Boulevard noch gar nicht standen.

Der Bau des Rings war eines der größten städtebaulichen Projekte des 19. Jahrhunderts. 2,4 Millionen Quadratmeter wurden mit Gebäuden verbaut, 1,5 Millionen Quadratmeter hatten die Planer für Straßen, Plätze und Parkanlagen reserviert.

Auch heute noch präsentiert sich die Ringstraße als eindrucksvolles Gesamtkunstwerk, in dem die imperiale Kultur des kaiserlichen Wien und die großbürgerliche Repräsentations-Architektur der „Belle Epoque“ eine geglückte Liaision eingingen. Bis heute locken Bauten wie das Wiener Rathaus und das Parlament, aber auch Kulturpaläste wie die Staatsoper und das „Kunsthistorisches Museum“ jedes Jahr Millionen Touristen nach Wien.

Die Ringstraße war im Lauf der letzten eineinhalb Jahrhunderte aber immer wieder auch politisches Aufmarschgebiet: ob beim Staatsbegräbnis für Kaiser Franz Joseph 1916 oder bei den Massenkundgebungen der Wiener Sozialdemokratie zum 1. Mai – der Ring fungierte stets auch als Defilierfeld politisch widersprüchlicher Massenbewegungen.

Heute ist der Ring mehr als eine prachtvolle Museumsmeile – er präsentiert sich auch als vitaler städtischer Erlebnisraum. Von der „Regenbogen-Parade“ bis zum Massenspektakel des „Wien-Marathons“: der Ring lebt – und manchmal bebt er auch. Ein Boulevard der Kontraste. 

 

Länge: 52 Minuten

"Boulevard der Paläste" (2/3)

Dienstag, 3. März 2015, 21.05

ORF III Kultur und Information

Sie gab einer ganzen Epoche den Namen: die Wiener Ringstraße, weltweit einzigartiges Gesamtkunstwerk im Stil des Historismus. Auf einer Länge von 5,3 Kilometern finden sich hier, aufgefädelt wie die Perlen an einer Kette, einige der zentralen Gebäude Wiens, fünf Paläste der Kultur, des Wissens, und der Verwaltung, wenn man so will: die Staatsoper, das Kunst- und das Naturhistorische Museum sowie das Rathaus und die Universität.

In einem „Parcours der Paläste“ lädt dieser Film zu einem Streifzug durch die Jahrtausende. Von den ältesten Zeugnissen der ägyptischen Hochkultur, die im „Kunsthistorischen Museum“ zu bestaunen sind, bis zu den gesanglichen Kapriolen Anna Netrebkos in der Staatsoper, von der 25.000 Jahre alten Faszinationskraft der „Venus von Willendorf“ im „Naturhistorischen Museum“ bis zu einem der größten Luster Europas im Wiener Rathaus – nirgendwo sonst auf der Welt sind so viele Kulturschätze auf so vergleichsweise kleinem Raum versammelt wie auf der Ringstraße – am „Boulevard der Paläste“.

 

Länge: 52 Minuten

"Menschen auf der Ringstraße" (3/3)

Dienstag, 10. März 2015, 21.05

ORF III Kultur und Information

Die Wiener Ringstraße ist länger als der Newski Prospect in Sankt Petersburg und doppelt so lang wie die Avenue des Champs-Élysées in Paris: einer der prachtvollsten Boulevards der Welt. Dabei ist der Ring mehr als ein architektonischer Imponier-Korso: Er ist auch Arbeitsplatz für zehntausende Menschen.

Einige dieser Menschen porträtiert dieser Film. Karl Heindl, Chefgarderobier und oberster Platzanweiser im Burgtheater, zum Beispiel: Er kann sich keinen schöneren Arbeitsplatz denken als den Sprechtheater-Tempel am Ring. Oder Engelbert Auer, „Chef de Rang“ im Café Landtmann: „Herr Engelbert“, wie er von seinen Gästen respektvoll genannt wird, ist Oberkellner vom Scheitel bis zur Sohle, einer, dem nicht nur seine Kundschaft, sondern auch die Lehrlingsausbildung im Café Landtmann ein Anliegen ist.

Daneben werden auch andere „Menschen am Ring“ vorgestellt, Menschen, die sich in unterschiedlichsten Bereichen betätigen: die Fiakerkutscherin Sissy Ringl, die Parlamentsstenographin Bettina Brixa, die Gartenarchitektik Marie-Luis Horvath, der Tramwayfahrer Richard Szabo, die langjährige Organisatorin des Wiener Opernballs, Lotte Tobisch, der Gärtner Michael Fiala und der Chef-Concierge des „Hotels Imperial“, Manfred Grassauer, der Theaterkarten für Peter Ustinov besorgte und mit Bruce Springsteen nächtens über Rockmusik diskutierte. Sie alle bürgen dafür, dass die Ringstraße nicht nur ein Boulevard mit Geschichte ist, sondern auch ein „Boulevard der Gschichtl’n“.

 

Länge: 52 Minuten

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